Wie arbeitet ein Schweißer? Sei immer in einer Maske ...

Setzen Sie zunächst eine Schweißmaske auf, um die Welt mit den Augen eines Schweißers zu betrachten. Keine Sichtbarkeit, feindliche Dunkelheit, durch den Rußrauch giftiger Hochtemperaturdämpfe, der durch den flackernden lokalen Punkt des Lichtbogens und der Metallschmelze unterbrochen wird. Durch das undurchdringliche Fenster des Schweißglases sieht man den blendend blau-weißen Lichtbogen nur als gelblichen Stern und das geschmolzene, sprudelnde, hellscharlachrote Metall als schwach rötliches Wasser.

Bei all dieser Schönheit steuert der Schweißer, der gekonnt mit einer Elektrode umgeht, den Fluss des geschmolzenen Metalls und lenkt es entlang der gewünschten Flugbahn. Beim Brennen wird die Elektrode an den Augen verkürzt, daher sollte sie gleichzeitig mit den Manipulationen des Leitens entlang der Naht beim Brennen gleichmäßig näher an das Epizentrum des Schweißens gebracht werden. Wenn du es verpasst, wird es mit einem Sprühnebel ausspucken und eine unangenehme poröse Blase auf der Naht hinterlassen. Zu nah - der Lichtbogen wird ersticken und die Elektrode bleibt an der Naht haften.

Solange die Elektrode nicht ausbrennt oder die Naht nicht endet, stoppt der Schweißer nicht. Weder Spritzer geschmolzenen Metalls in den Ärmeln, in der Hose und am Kragen, noch das Rufen von Kollegen und sogar Chefs, noch der unheimliche Industriecrash und die Schläge eines Presslufthammers über das Ohr - nichts wird den Schweißer in die vertraute Welt zurückversetzen. Der Schweißer lebt in diesem Moment in seiner Realität, begrenzt durch den Blick auf das kleine schwarz-grüne Rechteck des Glasabsehens.

Elektroden - Stahlstäbe, die mit einer speziellen Trockenbeschichtung versehen sind, wie z. B. bengalische Lampen. In unserer Kindheit, als wir neben einer Baustelle wohnten, sammelten wir verschüttete Elektroden, machten ein Feuer und steckten sie ins Feuer. Wir warteten vergeblich auf die blinde, funkelnde Flamme, die die Schweißer an ihrem Arbeitsplatz geschnitzt hatten. Wie konnten wir wissen, dass dies einen elektrischen Lichtbogen mit einer Temperatur von 6000 Grad Celsius erfordert?

Beim Schmelzpunkt des Metalls wird alles Mögliche verblassen und verdampfen. Chemische Bestandteile von Elektrodenbeschichtung, Metalldampf, Zunder, Grundierung, Lackierung und Zinkbeschichtung ... Diese schreckliche Zusammensetzung wird vom Schweißer direkt eingeatmet und kontrolliert das Schmelzzentrum in sehr geringer Entfernung. Und wenn er von den Gefahren des Passivrauchens hört, kann er herablassend und spöttisch sagen: "Ich würde mich um dich kümmern."

Da das Schweißen elektrisch ist, ist es für den Schweißer selbstverständlich, direkt mit Volt und Ampere zu kommunizieren. Dies äußert sich in regelmäßigen Stromschlägen, wenn die Schuhe und Schweißerstiefel plötzlich nass werden. Je nasser desto stärker. Wenn Sie in nassen Stiefeln auf nassem Boden stehen und die Elektrode erneut wechseln, anstatt sich zu verbrennen, sind unvergessliche, bezaubernde elektrische Empfindungen garantiert. „Name! Name! "K-k-krotov, deine Mutter ..."

Während der Koch die Suppe kocht, kocht der Schweißer das Metall. Der Koch kocht Suppe in der Küche, steht am Herd, rührt sie mit einem Löffel um und atmet einen appetitlichen Geschmack ein; Schweißer, der giftige dicke Schweißdämpfe einatmet, Metall kocht, steht, sitzt, liegt, hängt über dem Boden, zusammengekauert in einem Meterrohr, in einer staubigen, rauchigen, lauten Werkstatt, auf einer regnerischen, schmutzigen Baustelle, in einem Lehmgraben, am Rand einer Wolkenkratzerwand, in einem nassen Keller, im schmelzenden Kesselraum, im frostigen Wind des Hafendocks ...

Pipelines, Brücken, Schiffe, Kräne, Züge, Lastwagen, Bagger, Panzer ... Stützgerüste moderner Gebäude, Hochspannungsmasten, Ölplattformen ... Ihr Metall speichert als Siegel des Schöpfers für immer eine Spur der notwendigen harten Arbeit und lebensspendenden elektrischen Lichtbogenwärme, die hier verschachtelt ist Mann in Maske.

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